Nottuln - eine Zeitreise durch 350 Mio. Jahre Erdgeschichte

Auf Anregung des Schlaun-Cirkels Nottuln zeigte der Geologische Dienst Nordrhein Westfalen anlässlich des Erscheinens des Blattes 4010 Nottuln der Geologischen Karte von Nordrhein-Westfalen 1 : 25 000 die Ausstellung "Nottuln - eine Zeitreise durch 350 Mio. Jahre Erdgeschichte"

Nottuln vor 350 Mio. Jahren: In der Karbon-Zeit ist das heutige Münsterland Teil des Meeresbeckens, in das nach und nach über 10.000 m mächtige Sedimente abgelagert werden. Gegen Ende der Karbon-Zeit entsteht hier ein Hochgebirge - vergleichbar mit den heutigen Alpen -, das bis auf wenige Reste rasch wieder abgetragen wird. In der Folgezeit bleibt die Region zunächst festländisch.

Erst in der Kreide-Zeit kommt es vor ca. 110 Mio. Jahren zu einer erneuten Meeresüberflutung. Es werden kalkig-mergelige, z. T. sandige Sedimente abgelagert, die heute die Region um Nottuln prägen. Eine Besonderheit ist der Baumberger Sandstein, der als Baustein überregionale Bedeutung hat.
Zu den jüngsten Ablagerungen zählen in Nottuln die ca. 250.000 Jahre alten Relikte der Saale-Kaltzeit: tonig-schluffige Gletscherablagerungen, die große Findlingsblöcke enthalten. Auf dieser bis zu 20 m mächtigen Grundmoräne ist Nottuln errichtet.
Der Geologische Dienst NRW zeigte diese Ausstellung auf Anregung des Schlaun-Cirkels Nottuln. Zahlreiche Tafeln und Exponate wie Fossilien und Bohrkerne veranschaulichten eindrucksvoll die geologische Entwicklung des Münsterlandes und der Baumberge-Region von der Karbon-Zeit bis heute.
Gleichzeitig wurde die neue geologische Karte von Nottuln und deren Entstehung präsentiert.
Das Blatt 4010 Nottuln der Geologischen Karte von Nordrhein-Westfalen 1 : 25 000 wurde durch den geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen in den Jahren 1999 bis 2001 (von Frau Dr. Bettina Dölling) erstmals detailliert geologisch kartiert.

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